Chronik

Schon seit den ältesten Zeiten war Konzen der kirchliche Mittelpunkt des Monschauer Landes; die Pankratiuskapelle war viele Jahrhunderte lang das erste und einzige Gotteshaus der ganzen Umgebung.

Als die Pankratiuskapelle dann zu klein wurde, errichtete man um das Jahr 1160 an der Stelle  unserer heutigen Pfarrkirche eine dreischiffige Säulen-Basilika - dem heiligen Petrus geweiht. Eine Glocke mit der Jahreszahl 1161 läutete viele Jahrhunderte lang im Turm dieser Kirche, dessen unterer  Teil noch aus der Zeit der Erbauung steht. In voller Schönheit ist aus  dieser Zeit das Taufbecken erhalten (im alten Chor), in dem die Kinder  unserer Geminde auch heute noch getauft werden. Diese um 1160 erbaute  St. Peter-Basilika hat ungefähr 400 Jahre gestanden, bis sie baufällig und abgebrochen wurde.

An der gleichen Stelle wurde um 1550 ein Neubau mit gleichem Grundriss errichtet, die runden  Bogen an Türen, Fenstern und Gewölben jedoch ersetzte man durch gotische Spitzbogen. Die Maßwerke dieser Fenster sind alle noch heute erhalten (im alten Chor und an der Süd- und Ostseite unserer Kirche). Nahezu unverändert stand diese Kirche ungefähr 300 Jahre lang - bis 1869 ein  Feuer den gesamten Bau verwüstete. Einiges konnte gerettet werden, z. B. alte Heiligenfiguren - Pankratius, der leidende Christus -, die Grabplatten und Gedenksteine aus den Zeiten des 16. bis 18.  Jahrhunderts.

In den letzten Oktobertagen 1944 geschieht die Katastrophe:
das Konzener Gotteshaus wird durch Artilleriefeuer beschossen und nach tagelangem Brand bleibt eine verkohlte Ruine übrig - das Gewölbe ist teilweise eingestürzt. Nur die meisten Außenmauern von Kirche und Turm (ohne Dach) stehen noch - auch die Maßwerke der Fenster, viele Statuen und der schöne Kreuzweg sind erhalten. So soll die Kirche sowohl als  alterwürdiges Gotteshaus wie auch als historisch wertvolles Denkmal gerettet werden. Aus Kostengründen ist jedoch vorerst nur die Sicherung der baufälligen Ruine vorgesehen.

1945 wird eine Baracke an der Hohestrasse als Notkirche aufgebaut - dort werden also von nun an bis Weihnachten 1953 mit der Gemeinde (1120 Seelen) alle Gottesdienste gefeiert.

Im November 1947 wird  dann eine Vergrößerung der Kirche zum Friedhof hin geplant. Doch im Juni 1948 wird durch die Währungsreform der Geldwert auf 1/10 reduziert.  Deshalb muss nun doch der Aufbau der Kirche ohne Erweiterung beschlossen werden. Im Juni 1949 wird mit dem Wiederaufbau begonnen - im März 1950  ist der Aufbau der Umfassungsmauern abgeschlossen und es werden ab 1951  Dach und Turm mit Schiefer wetterfest gemacht. Danach soll dann der Innenausbau der Kirche fertiggestellt werden.

Am 7. Dezember 1951 aber müssen die Konzener die Nachricht vom Tod des Pfarrers Johannes Pontzen  zur Kenntnis nehmen; am 23. März 1952 darf die Gemeinde Johannes Henn als ihren neuen Pfarrer begrüßen.

Der neue Pfarrer nimmt den Plan einer Vergrößerung wieder auf - und ab Juni beginnt die  Erweiterung der Kirche nach Norden hin: Die Nordmauer muss weichen - doch der alte Chor, das rechte Seitenschiff und der Turm bleiben in der  alten Form erhalten. Von Süden her ist der Blick auf den Kirchenbau der gleiche wie im 16. Jahrhundert. Von 1952 bis 1954 werden der Auf- und  Erweiterungsbau sowie die Gestaltung des Innenraumes ausgeführt und  fertiggestellt.

Der Wiederaufbau und die Erweiterung der Kirche kostete 425.251,78 DM, davon brachten die Gemeindemitglieder 149.228,54 DM auf: Geld, das sich so mancher vom Munde abgespart hatte.

Am 15. August 1954 wird  die neue Konzener Pfarrkirche durch den Aachener Weihbischof Dr.  Hünermann feierlich konsekriert. Sie wird unter den Schutz von St. Petrus und St. Pankratius gestellt.

Im März 1956 werden vier neue Glocken eingeweiht:
PETRUS (d) - PANKRATIUS (f) - MARIA (g) - JOSEF (a)

 

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